Architektur

Das im Jahr 2005 mit dem Architekturpreis des Burgenlandes ausgezeichnete Weingut, welches durch Funktionalität und Transparenz besticht, gestattet minimalen mechanischen Einsatz, welcher wiederum der Sortentypizität zugute kommt und unnötigen Aromaverlust verhindert.

Diese Homogenität entspricht der kontinuierlichen Faltung der Gebäudehülle, die einerseits die vorhandene Hangneigung des Geländes und andererseits die unterschiedlichen funktionalen Anforderungen an die Lage der Gebäudeniveaus, die Raumhöhen und die Lichtführung reflektiert. Die Schräge der Decke bewirkt im Inneren des Obergeschoßes des Gebäudes eine perspektivische Dynamisierung von der Anlieferung der Trauben hin zur Reifung in den Barriquefässern, die hier bewusst weithin einsehbar aufgestellt sind. Die Edelstahl-Gärtanks stehen in einem zweigeschossigen Gebäudeschlitz und sind von beiden Betriebsebenen aus zu bedienen. Während die Produktionsbereiche nur von indirektem Licht aus Oberlichtbändern belichtet sind, ist der Verkostraum rundum verglast: Hier ist die Herkunft des genossenen Produkts durch den Ausblick auf den Weinberg, den Durchblick entlang der Edelstahltanks und den Einblick in das Barriquelager unmittelbar präsent. Zur Auslieferung gelangt der Wein über das Untergeschoß oder den Verkaufsraum, welcher sich unter dem Verkostraum befindet. (Text: Architekten)